Branchenfokus · Erdölraffinerien

Gasanalyselösungen für Erdölraffinerien

Regelung des SO₂-/H₂S-Verhältnisses im Claus-SRU-Tailgas, Wasserstoffreformierung / PSA-Reinheit, H₂S-Überwachung in Alkylierungsanlagen, Rauchgas aus Fluid Catalytic Cracking (FCC) sowie THC in Fackelgasen und diffusen Emissionen.

Primäre Zielgruppe: Ingenieure für SRU- und Wasserstoffanlagen, Verantwortliche für Prozessoptimierung sowie Beauftragte für Fackelgas und Umweltschutz

7Herausforderungen
6Wichtige Gase
5Empfohlene Artikelnummern
3Technologien
Branchenüberblick

Wie Einkäufer in Erdölraffinerien über Gasanalytik entscheiden

Raffineriebetreiber müssen gleichzeitig Schwefelmanagement, Wasserstoffproduktion, Verbrennungseffizienz und die Einhaltung von Vorschriften zu diffusen Emissionen und Fackelemissionen bewältigen. Claus-Schwefelrückgewinnungsanlagen (SRUs) erfordern eine präzise Regelung des H₂S:SO₂-Verhältnisses im Tailgas von 2:1; die Wasserstoffreformierung und PSA-Reinheit bestimmen die Leistungsfähigkeit von Hydrocrackern und Hydrotreatern; Alkylierungseinheiten benötigen eine kontinuierliche H₂S-Überwachung; FCC-Anlagen und befeuerte Öfen benötigen CEMS für NOₓ / SO₂ im Abgas; zur Einhaltung der Vorschriften für Fackeln ist eine beheizte FID-Gesamtkohlenwasserstoffmessung erforderlich. GESHINE bietet Prozess-H₂S-, Wasserstoffanalysatoren für Hauptkomponenten in %, NDIR-CO/CO₂- und FID-THC-Gasanalysatoren für diese Anwendungen.

Herausforderungen der Branche

  • Regelung des H₂S-/SO₂-Verhältnisses im Claus-SRU-Tailgas – UV-Fluoreszenz mit Kohlenwasserstoffwäscher für SO₂ und TDLAS in situ über den Abgaskanal für H₂S; das Verhältnis von 2:1 wird gehalten, um die Schwefelumwandlung zu maximieren
  • Überwachung der Produktgasreinheit in Wasserstoffanlagen (SMR + PSA) für Einsatzgas von Hydrotreatern / Hydrocrackern — Hauptkomponentenmessung in %vol mit TCD
  • Prozess- und Sicherheitsüberwachung in Alkylierungsanlagen (HF oder Schwefelsäure) – bei der HF-Alkylierung sind ein TDLAS-Prozessgasanalysator für HF und eine Leckageüberwachung am Anlagenrand erforderlich
  • CEMS für Rauchgas aus FCC-Regeneratoren (SO₂ / NOₓ / CO / CO₂ / O₂) mit schneller, gegenüber Katalysatorfeinstaub robuster Probenahme
  • Überwachung der Gesamtkohlenwasserstoffe in der Fackelgasleitung gemäß 40 CFR Part 60 Subpart Ja – beheizter FID mit großem dynamischem Messbereich
  • Optimierung der Verbrennungseffizienz befeuerter Öfen / Feuerungen (O₂- und CO-Trimmung) und Reduzierung von NOₓ
  • Überwachung von H₂S und NH₃ im Sauergasstripper, Aminregenerator und Amin-Kreislauf der Tailgas-Behandlungsanlage (TGTU)
Karte zur Gasüberwachung

Wichtige Gase in der Erdölraffination

Wählen Sie ein Gas aus, um die zugehörige Gasanalysatorfamilie, Technologieoptionen und Auswahlhilfe für dieses Messziel anzuzeigen.

Zielkomponenten

H₂S

Schwefelwasserstoff

Claus-SRU-Zulauf und -Tailgas, Aminregenerator, Sauergasstripper – GESHINE setzt hier auf TDLAS in situ über den Abgaskanal als Prozesstechnologie.

H₂S-Gasanalysatoren ansehen
Zielkomponenten

SO₂

Schwefeldioxid

Claus-SRU-Tailgas, Abgas aus dem FCC-Regenerator, Kesselverbrennung – UVF mit Kohlenwasserstoffwäscher ist das Referenzmessverfahren.

SO₂- / NOₓ-Gasanalysatoren ansehen
Zielkomponenten

H₂

Wasserstoff

SMR + PSA-Produktreinheit, Einsatzgas für Hydrotreater/Hydrocracker, Zusatzgas für Alkylierung/Isomerisierung — TCD für Hauptkomponenten in %vol.

Wasserstoff-Gasanalysatoren ansehen
Zielkomponenten

CO / CO₂

Kohlenmonoxid / Kohlendioxid

CO-Kesselwirkungsgrad des FCC-Regenerators, O₂- / CO-Trimmung befeuerter Öfen und MRV von Treibhausgasen – NDIR für Prozessmessung / CEMS.

CO- / CO₂-Gasanalysatoren ansehen
Empfohlene Produkte

Artikelnummern für den Einsatz in Erdölraffinerien

Häufig für den Einsatz in Erdölraffinerien ausgewählte Gasanalysatoren – abgestimmt auf typische Gase, Prozessbedingungen und Ziele zur Einhaltung von Vorschriften in dieser Branche.

Normen und Einhaltung von Vorschriften

Rechtsvorschriften für Erdölraffinerien

Normen, die typischerweise die Spezifikationen für die Überwachung in Erdölraffinerien bestimmen. Angaben zur Zertifizierung der einzelnen Artikelnummern finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

  • US EPA 40 CFR Part 60 Subpart J / Ja – Leistungsnormen für Erdölraffinerien (Fackel- / Brenngas)
  • US EPA 40 CFR Part 63 Subpart CC – NESHAP für Erdölraffinerien
  • US EPA Method 25A / 25B – Gesamtkonzentration gasförmiger organischer Stoffe
  • EU IED BAT – BREF zur Raffination von Mineralöl und Gas (2015)
  • API Standard 560 – Beheizte Öfen für den allgemeinen Einsatz in Raffinerien
  • API Standard 521 – Druckentlastungs- und Entspannungssysteme (Fackelsysteme)
  • API RP 932-B – Richtlinien zu Auslegung, Werkstoffen, Fertigung, Betrieb und Inspektion zur Vermeidung umweltbedingter Rissbildung in Aminanlagen
Fallstudien

Praxiserfahrung in Erdölraffinerien

Installationen und typische Profile aus dem Betrieb von Erdölraffinerien.

Typisches Installationsprofil Hydrotreater- / SRU-Block einer Raffinerie

Typische Installation – Regelung des H₂S-/SO₂-Verhältnisses im SRU-Tailgas

Repräsentatives Installationsprofil an einer Claus-Schwefelrückgewinnungsanlage in einer Raffinerie mit hohem Hydrotreater-Anteil. Ein TDLAS-Gasanalysator für H₂S, der in situ über den Abgaskanal misst, arbeitet mit einem UV-Fluoreszenz-Gasanalysator für SO₂ im Tailgas zusammen. So wird das H₂S:SO₂-Verhältnis im geschlossenen Regelkreis auf 2:1 gehalten, die Schwefelrückgewinnung verbessert und SO₂-Spitzen im Abgas bei Schwankungen des Zulaufs werden gedämpft.

Herausforderung

Schwefelrückgewinnungsanlagen arbeiten am effizientesten, wenn der Claus-Reaktion 2 H₂S + SO₂ → 3 S + 2 H₂O das Zulaufgas im stöchiometrischen Molverhältnis von 2:1 zugeführt wird. In der Praxis schwankt die Zusammensetzung des Sauergaszulaufs mit der Auslastung des vorgelagerten Hydrotreaters. Ohne schnelle Tailgas-Analyse driftet das Verhältnis – dadurch sinkt die Schwefelrückgewinnungseffizienz und es kommt zu SO₂-Spitzen im Abgas, die eine Überschreitung der Genehmigungsgrenzwerte riskieren.

Lösung

  • TDLAS in situ über den Abgaskanal zur H₂S-Messung und ein UV-Fluoreszenz-Gasanalysator für SO₂ im Claus-Tailgasstrom, auf die Regelung des Verhältnisses im geschlossenen Regelkreis abgestimmt
  • Beheizte Probenahmeleitung oberhalb des Sauergas-Taupunkts, um Kondensation auf dem Weg von der Entnahmestelle zum Gasanalysator zu verhindern
  • Das Verhältnis-Ausgangssignal ist mit der Steuerung der Luft- / O₂-Anreicherung und dem Sauergasverteiler verbunden und ermöglicht die Regelung im geschlossenen Regelkreis in Echtzeit
  • O₂-Prozessgasanalysator in der Luftzufuhr des Claus-Reaktors zur stöchiometrischen Regelung der Verbrennung; der beheizte Probenahme-Skid ZS-SCS ist für diesen Einsatz Standard

Ergebnis

  • Die Schwefelrückgewinnung verbessert sich und nähert sich dem Auslegungswert (typische Anlagen erreichen bei korrekter Verhältnisregelung 95–99,5 %)
  • SO₂-Spitzen im Tailgas bei Schwankungen des Zulaufs fallen kürzer aus und sind weniger ausgeprägt
  • Die Qualität des Schwefelprodukts stabilisiert sich; die Vorgabe für ein leuchtendes Gelb lässt sich leichter einhalten
  • Das Risiko einer Überschreitung der Vorschriften für das SRU-Abgas sinkt, da die Verhältnisregelung den Betrieb ohne geschlossenen Regelkreis ersetzt
Verwandte Kategorien und Technologien

Querverweise zum Hauptkatalog

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Gaskategorien

Verwandte Dienstleistungen

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Über die Auswahl von Gasanalysatoren hinaus unterstützt GESHINE Sie bei der Systemauslegung, der Installation vor Ort und dem Service über den gesamten Lebenszyklus.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Gasanalytik in Erdölraffinerien

Häufig gestellte Fragen bei Beschaffung und Spezifikation für diese Branche.

Warum ist 2:1 das Zielverhältnis von H₂S zu SO₂ im Claus-Tailgas?

Die Claus-Reaktion 2 H₂S + SO₂ → 3 S + 2 H₂O erreicht ihr stöchiometrisches Optimum, wenn H₂S und SO₂ im Molverhältnis 2:1 in die katalytischen Konverter gelangen. Eine Abweichung in beide Richtungen senkt die Schwefelrückgewinnungseffizienz: Zu viel H₂S führt zu nicht umgesetztem H₂S im Tailgas (Geruch, Gesundheitsrisiken, Einhaltung von Vorschriften); zu viel SO₂ lässt nicht umgesetztes SO₂ zurück und verschwendet Oxidationskapazität. Eine kontinuierliche H₂S-Messung mit TDLAS in situ über den Abgaskanal und ein UV-Fluoreszenz-Gasanalysator für SO₂ im Tailgas schließen diesen Regelkreis in Echtzeit.

Wie wird die Wasserstoffreinheit im Produktgas aus SMR + PSA gemessen?

Wärmeleitfähigkeitsanalysatoren (TCD) der Klasse ZS6300-H2 messen den H₂-Anteil in %vol am Produktgasaustritt mit einer Nachweisgrenze im ppm-Bereich und einem dynamischen Messbereich über mehrere Größenordnungen. TCD erfasst direkt den Reinheitszielwert von ≈99 %; die Messung von Verunreinigungen im Spurenbereich unterhalb von ppm — relevant für Wasserstoff in Brennstoffzellenqualität — erfordert laserbasierte (TDLAS) oder chromatografische Verfahren und liegt außerhalb des Messumfangs der TCD-Hauptkomponentenanalyse.

Erfordert die THC-Überwachung in der Fackelgasleitung einen beheizten FID?

Gemäß 40 CFR Part 60 Subpart Ja: Die Messung der Gesamtkohlenwasserstoffe im Fackelabgas ist ein Referenzmessverfahren mit beheizter Leitung und beheiztem FID. In kalten Messgasleitungen lagern sich schwerere Kohlenwasserstoffe ab, wodurch die Messwerte zu niedrig ausfallen. Für diesen Einsatz ist ein Gasanalysator für Gesamtkohlenwasserstoffe mit beheiztem FID und extraktiver, auf über 180 °C beheizter Probenahme vorgesehen, ausgelegt auf den dynamischen Messbereich der Fackelgasleitung.

Unterscheidet sich die Überwachung einer HF-Alkylierung von der einer Schwefelsäurealkylierung?

Ja. Bei der HF-Alkylierung dient wasserfreies HF als Katalysator. Erforderlich sind sowohl die Prozessmessung von HF (zur Regelung der Katalysatorbeladung und des Umsetzungsgrads) als auch die Sicherheitsüberwachung von HF am Anlagenrand (zum Schutz des Personals vor Exposition). TDLAS für HF (Klasse ZS8100-HF) mit beheizter Probenahme aus Monel / PFA ist das etablierte Prozessmessverfahren. Fest installierte HF-Sicherheitssensoren und UV-DOAS ergänzen die Überwachung am Anlagenrand. Bei der Schwefelsäurealkylierung sind keine HF-Gasanalysatoren erforderlich; sie bringt jedoch eigene Anforderungen an die Überwachung von Nebel / Aerosolen / Sulfaten mit sich, die außerhalb dieses Umfangs liegen.

Was ist ein Tailgas-Gasanalysator und was misst er in einer Claus-Schwefelrückgewinnungsanlage?

Ein Tailgas-Gasanalysator misst kontinuierlich das Gas, das eine Claus-Schwefelrückgewinnungsanlage (SRU) und, sofern vorhanden, die Tailgas-Behandlungsanlage (TGTU) verlässt. Er dient dazu, die Schwefelrückgewinnung zu regeln und die Einhaltung der Emissionsvorschriften zu bestätigen. Er misst die verbleibenden Schwefelkomponenten (H₂S, SO₂) und weitere relevante Komponenten, damit der Luftbedarf der SRU geregelt werden kann. Das klassische Regelungsziel im Claus-Verfahren ist ein H₂S-zu-SO₂-Verhältnis von ungefähr 2:1. Die Technologie hängt davon ab, wo der Gasanalysator installiert ist und welche Bedingungen im Gasstrom herrschen: TDLAS in situ über den Abgaskanal für H₂S und gepulste UV-Fluoreszenz oder UV-Absorption für SO₂. Je nach Gastemperatur und Schwefel-Taupunkt kommen optische In-situ-Messungen oder beheizte extraktive Probenahme zum Einsatz. GESHINE bietet Gasanalysatoren für H₂S / SO₂ am SRU-Zulauf und im Tailgas als Teil des breiteren Angebots für die Gasanalytik in Raffinerien sowie Lösungen für O₂ in befeuerten Öfen und die Überwachung von Fackelgasleitungen.

Wie wird Raffineriegas (Brenngas und Prozessabgas) analysiert?

Raffineriegas – ein Gemisch aus Brenngas und Prozessabgas aus FCC-Anlagen, Reformern, Hydrotreatern und der Gasaufbereitung – wird sowohl für die Verbrennungsregelung als auch für die Sicherheit analysiert. Die vollständige Bestimmung der Komponenten (H₂, C1–C4-Kohlenwasserstoffe, H₂S, CO) zur Ermittlung des Heizwerts und der Zusammensetzung des Brenngases ist Aufgabe der Prozess-GC. GESHINE liefert ergänzend dazu dedizierte Gasanalysatoren für kontinuierliche Messungen: H₂S für die Gasaufbereitung und den Korrosionsschutz, O₂ für die Verbrennung in befeuerten Öfen und CO / CO₂ zur Effizienzüberwachung. Muss ein geliefertes System die kontinuierliche Komponentenmessung mit der GC-Zusammensetzung kombinieren, wird dies als Integration einer Partner-GC ausgelegt. Die Lösungen für die Raffineriebranche ordnen diese Messungen den einzelnen Anlagenteilen zu.

Ihr Anwendungsfall ist nicht dabei? Senden Sie uns die Anlage, den Einsatzbereich und die geltenden Vorschriften. Unsere Anwendungstechnik antwortet innerhalb von 48 Stunden.

Gasanalytikprojekt für die Raffination planen

Nennen Sie die Anlageneinheit (SRU, SMR / PSA, Alkylierung, FCC-Regenerator, Hydrotreater / Hydrocracker, Fackel, befeuerter Ofen, Aminregenerator), das Zielgas, den Konzentrationsbereich und die geltenden Vorschriften (EPA Part 60 Subpart J / Ja, Part 63 CC, EU IED BAT). Die GESHINE-Anwendungsingenieure legen die Messgeräteausstattung und den Probenahme-Skid aus und senden Ihnen innerhalb von 48 Stunden ein Angebot.

  • Anlagentyp und Prozesseinheit (Erdölraffinerie)
  • Zielkomponenten und Konzentrationsbereich
  • Rechtsvorschriften (siehe Normenliste oben)
  • CEMS oder Prozessmessung / Sicherheitsüberwachung
  • Anforderungen an die Messgasaufbereitung (Temperatur, Staub, Taupunkt, korrosive Stoffe)
  • Menge, Projektzeitplan und Integrationspartner

Beratung zu Anwendungen in Erdölraffinerien

Unsere Anwendungstechnik legt die Messgeräteausstattung, den Probenahme-Skid und den Zertifizierungsweg für Ihren Einsatz in der Erdölraffination aus.